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Rechnung in E-Rechnung umwandeln: So geht es mit PDF, Word und Excel (Anleitung 2026)

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Redaktion strukturius
2. Juli 20269 min Lesezeit
#E-Rechnung umwandeln#PDF#Word#Excel#Anleitung

Eine Rechnung in eine E-Rechnung umwandeln heißt: Aus einem Dokument für Menschen (PDF, Word, Excel) wird ein strukturierter XML-Datensatz nach der europäischen Norm EN 16931, den Buchhaltungssysteme automatisch einlesen können. Die Umwandlung dauert mit einem Online-Tool wenige Minuten, kostet nichts und braucht keine neue Software. In diesem Artikel zeigen wir alle Wege, ihre Vor- und Nachteile und die Umwandlung Schritt für Schritt.

Warum reicht mein PDF nicht mehr?

Ein PDF ist ein Bild Ihrer Rechnung. Ein Mensch kann es lesen, eine Buchhaltungssoftware nicht zuverlässig. Die E-Rechnung nach EN 16931 speichert jede Angabe (Rechnungsnummer, Beträge, Steuersätze, Bankverbindung) in einem festen XML-Feld. Genau das verlangt das Umsatzsteuergesetz seit der Wachstumschancengesetz-Reform:

  • Seit 1. Januar 2025: Jedes Unternehmen in Deutschland muss E-Rechnungen empfangen können.
  • Ab 1. Januar 2027: Unternehmen mit mehr als 800.000 € Vorjahresumsatz müssen im B2B-Geschäft E-Rechnungen ausstellen.
  • Ab 1. Januar 2028: Die Ausstellungspflicht gilt für alle Unternehmen im inländischen B2B-Bereich.

Wer heute mit Word- oder Excel-Vorlagen fakturiert, muss also nicht sein System wechseln. Es reicht, die fertige Rechnung in das richtige Format umzuwandeln.

Welche Formate sind das Ziel der Umwandlung?

Zwei Formate erfüllen die deutschen Anforderungen:

FormatAufbauTypischer Einsatz
XRechnungreines XMLBehörden (B2G), zunehmend B2B
ZUGFeRDPDF mit eingebettetem XMLB2B, bleibt für Menschen lesbar

Beide basieren auf der EN 16931 und sind rechtlich gleichwertig. Faustregel: Für Behörden XRechnung, für Geschäftskunden ZUGFeRD, weil der Empfänger das PDF weiterhin öffnen kann. Die Unterschiede im Detail erklärt unser Artikel ZUGFeRD vs. XRechnung.

Welche Wege gibt es, eine Rechnung umzuwandeln?

WegKostenAufwandFür wen
Online-Tool im Browser0 €MinutenSelbstständige, kleine Betriebe
Rechnungssoftware mit E-Rechnungca. 10 bis 50 €/MonatEinrichtung nötigFirmen mit vielen Rechnungen
Buchhaltungs-/ERP-Modulab ca. 50 €/MonatProjektMittelstand mit ERP
Steuerberater/Dienstleisterje nach HonorarAbgabewer alles auslagern will

💡 Tipp

Wer nur wenige Rechnungen pro Monat schreibt, fährt mit einem kostenlosen Online-Tool am günstigsten. Ein Abo lohnt sich erst, wenn Rechnungsstellung, Mahnwesen und Buchhaltung aus einem System kommen sollen. Eine ehrliche Gegenüberstellung finden Sie im Artikel Gratis oder Abo.

Schritt für Schritt: PDF, Word oder Excel in eine E-Rechnung umwandeln

So läuft die Umwandlung mit dem kostenlosen strukturius E-Rechnung-Tool ab:

  1. Datei hochladen: Ziehen Sie Ihre Rechnung als PDF, Word, Excel oder CSV in das Upload-Feld. Die Verarbeitung passiert lokal in Ihrem Browser, die Datei verlässt Ihren Rechner nicht.
  2. Daten prüfen: Das Tool erkennt Rechnungsnummer, Positionen, Beträge und Steuersätze und zeigt sie strukturiert an. Fehlende Pflichtangaben werden markiert.
  3. Stammdaten ergänzen: Absender, Bankverbindung und Steuernummer oder USt-IdNr. einmal hinterlegen, sie werden für die nächste Rechnung gespeichert.
  4. Format wählen: ZUGFeRD für Geschäftskunden, XRechnung für Behörden.
  5. Herunterladen und versenden: Die fertige E-Rechnung laden Sie herunter und verschicken sie wie gewohnt per E-Mail.

Für die einzelnen Ausgangsformate gibt es eigene Anleitungen: Word in E-Rechnung, Excel in E-Rechnung, PDF in XRechnung, PDF in ZUGFeRD, außerdem Google Docs und LibreOffice.

Woran erkenne ich, dass die Umwandlung gelungen ist?

Eine E-Rechnung ist erst dann eine E-Rechnung, wenn das XML valide ist. Prüfen Sie das Ergebnis vor dem Versand:

⚠️ Achtung

Ein PDF, das nur "E-Rechnung" im Dateinamen trägt, ist keine E-Rechnung. Entscheidend ist der strukturierte XML-Teil. Was bei fehlerhaften Dateien passiert, lesen Sie unter Validierungsfehler verstehen.

Muss ich das Original nach der Umwandlung aufheben?

Ja. Aufbewahrungspflichtig ist die E-Rechnung selbst, also der XML-Datensatz, acht Jahre lang und unveränderbar nach GoBD. Bewahren Sie die ausgestellte E-Rechnung so auf, wie Sie sie versendet haben. Details dazu im Guide E-Rechnungen speichern und archivieren.

Was kostet es, Rechnungen umwandeln zu lassen?

Mit einem Browser-Tool wie strukturius: nichts. Es gibt keine Registrierung, kein Limit auf eine Handvoll Test-Rechnungen und keine Wasserzeichen. Kostenpflichtige Software lohnt sich, wenn Sie zusätzlich Angebote, Mahnungen und Buchhaltung im selben System abbilden wollen. Einen vollständigen Kostenüberblick gibt der Artikel Was kostet eine E-Rechnung?.

✅ Fazit

Rechnung in E-Rechnung umwandeln ist kein IT-Projekt: Vorlage wie gewohnt in Word oder Excel schreiben, Datei ins Tool ziehen, Format wählen, validieren, versenden. Wer das einmal durchgespielt hat, ist für 2027 und 2028 vorbereitet, ohne einen Euro auszugeben. Am besten jetzt mit einer echten Rechnung testen: E-Rechnung umwandeln starten.

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