Zahlungsziel und Mahnung bei E-Rechnungen: Rechtssicher formulieren
Das Zahlungsziel ist in E-Rechnungen kein Freitext mehr, es wird strukturiert im XML erfasst. Und Mahnungen bei Zahlungsverzug folgen klaren Regeln.
Das Zahlungsziel in der E-Rechnung
In ZUGFeRD/XRechnung wird das Zahlungsziel im XML-Feld ram:DueDateDateTime oder als Tage-Angabe definiert:
`` xml
`
Empfehlung: 14-30 Tage sind im deutschen Geschäftsverkehr üblich.
Verzugszinsen: Was Ihnen zusteht
Wenn das Zahlungsziel überschritten wird, sind gesetzliche Verzugszinsen fällig:
- 8 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (bei B2B, § 288 Abs. 2 BGB)
- 5 Prozentpunkte über Basiszinssatz (bei B2C)
Der Basiszinssatz wird halbjährlich von der Bundesbank veröffentlicht (aktuell: prüfen Sie bitte die aktuelle Rate).
Die Mahnstufen
1. Mahnung (freundlich)
"Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Rechnung Nr. 2024-001 noch offen ist."
- Keine Mahngebühren in Mahnstufe 1 üblich
2. Mahnung (mit Fristsetzung)
"Bitte begleichen Sie den Betrag bis zum [Datum], andernfalls müssen wir rechtliche Schritte einleiten."
- Mahngebühren von 2,50-5 € zulässig
3. Mahnung (letzte Aufforderung)
- Mahngebühren + Verzugszinsen
- Ankündigung gerichtlicher Mahnbescheid
Praxistipp: Skonto als Anreiz
Statt Mahnprozess: Bieten Sie Skonto für schnelle Zahlung an. Beispiel:
"2 % Skonto bei Zahlung bis 10 Tage, sonst 30 Tage netto"
Im ZUGFeRD-XML:
`xml
2% Skonto bei Zahlung innerhalb 10 Tagen, sonst 30 Tage netto
``Definieren Sie Zahlungsziele klar in jeder Rechnung, sowohl im XML als auch im sichtbaren Rechnungstext. Das spart Diskussionen und gibt Ihnen eine eindeutige Grundlage für das Mahnwesen.
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