Die 8 häufigsten Fehler bei E-Rechnungen, und wie Sie sie vermeiden
Selbst kleine Fehler in einer E-Rechnung können dazu führen, dass der Empfänger sie ablehnt oder das Finanzamt Probleme macht. Hier sind die häufigsten Stolperfallen.
Fehler 1: Falsche oder fehlende Steuernummer
Problem: Die Steuernummer stimmt nicht mit dem Finanzamtsformat überein. Lösung: Deutsche Steuernummern haben das Format 123/456/78901, prüfen Sie, ob Ihre korrekt formatiert ist. Alternativ reicht auch die USt-ID (DE123456789).
Fehler 2: Rechnungsnummer wird mehrfach verwendet
Problem: Gleiche Rechnungsnummer für verschiedene Vorgänge. Lösung: Verwenden Sie ein System (z. B. YYYY-NNN), das Eindeutigkeit garantiert. Führen Sie ein einfaches Nummernprotokoll.
Fehler 3: Leistungsdatum fehlt
Problem: Das Feld "Leistungsdatum" ist leer, aber es ist Pflicht! Lösung: Tragen Sie stets das Datum ein, an dem die Leistung erbracht oder das Produkt geliefert wurde, nicht das Rechnungsdatum.
Fehler 4: Falsche Steuerrate für die Leistung
Problem: 19 % statt 7 % (z. B. bei Büchern, Lebensmitteln) oder umgekehrt. Lösung: Prüfen Sie für jede Leistungsart den korrekten Steuersatz. Zweifelsfälle mit dem Steuerberater klären.
Fehler 5: Fehlerhaftes XML, Validierung nicht durchgeführt
Problem: Das XML enthält Syntaxfehler oder verletzt den EN-16931-Standard. Lösung: Nutzen Sie einen Validator (z. B. Validator.zugferd-community.de) vor dem Versand.
Fehler 6: Leitweg-ID fehlt bei Behördenrechnungen
Problem: XRechnungen an öffentliche Auftraggeber ohne Leitweg-ID werden automatisch abgelehnt. Lösung: Fragen Sie Ihren Auftraggeber vor der ersten Rechnung nach der Leitweg-ID.
Fehler 7: Negativbetrag ohne Storno-Kennzeichen
Problem: Gutschriften werden mit negativen Beträgen erstellt, aber als normale Rechnung (Typ 380) markiert. Lösung: Gutschriften erhalten den TypeCode 381 im XML.
Fehler 8: Archivierung nur des PDFs, nicht des XMLs
Problem: Das eingebettete XML wird nicht separat gesichert. Lösung: Speichern Sie ZUGFeRD-PDFs unveränderlich, das XML ist im PDF eingebettet, aber auch separate XML-Sicherung ist ratsam.
Die meisten Fehler lassen sich durch Validierung vor dem Versand vermeiden. Nutzen Sie Online-Validatoren und prüfen Sie Pflichtfelder anhand einer Checkliste.
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